Generalsanierung Rudolfinum
veröffentlicht am 11. April 2019
Zusammenfassung
Das Kärntner Landesmuseum Rudolfinum wird generalsaniert. Der Kärntner Landesrechnungshof hat dieses Bauvorhaben mit Kosten von 12,8 Millionen Euro geprüft.
Das Gebäude des Kärntner Landesmuseums Rudolfinum stammt aus dem Jahr 1884. Seit 2012 drang durch Dach und Fenster Wasser ein und die Depoträume waren zu warm und zu feucht für die Sammlungsgegenstände. Deswegen wird das Landesmuseum Rudolfinum generalsaniert. Der Kärntner Landesrechnungshof hat dieses Großvorhaben mit Kosten von 12,8 Millionen Euro wie gesetzlich vorgeschrieben geprüft.
Das Landesimmobilienmanagement legte dem Landesrechnungshof Planung und Kosten vor. Der Landesrechnungshof korrigierte die Reservekosten mit einer Erhöhung um 220.000 Euro, weil sie zu niedrig angesetzt waren. Weitere Kostenerhöhungen ergaben sich, weil Anteile für Kunst am Bau fehlten und die Kosten für Außenanlagen unvollständig waren. Der Landesrechnungshof kritisierte, dass als Nebenkosten 125.000 Euro ohne Aufschlüsselung des Betrags angegeben waren.
In den Ausstellungsräumen waren im Parkettboden Einschnitte für die Kabelführung geplant und Vertiefungen sollten gefräst werden, um Vitrinen zu fixieren. Der Landesrechnungshof kritisierte diese Zerstörung des Parketts. Dadurch müsste man die Böden erneuern, wenn die Vitrinen geändert werden.
Der zukünftige Betrieb des Landesmuseums wird laut Berechnung allein wegen Personal und Werbung pro Jahr um 850.000 Euro mehr kosten. Der Landesrechnungshof kritisierte, dass das Personal um zehn Vollzeitbeschäftigte ausgeweitet wird. Damit steigen die Personalkosten um 22 Prozent, eine Erhöhung von 600.000 Euro jährlich. Die Werbekosten erhöhen sich durch die Neukonzeption des Landesmuseums sogar um 225 Prozent auf 358.000 Euro pro Jahr. Darunter fallen Werbung in Medien und für Veranstaltungen sowie Marketingmaßnahmen wie Folder und Plakate.
Informationen
Der Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 4. April 2019 dem Kontrollausschuss und den geprüften Stellen. Somit ist der Bericht seit 11. April 2019 öffentlich. Dieses Projekt hatte der Landesrechnungshof als Großvorhaben gesetzlich zu überprüfen.
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