Generalsanierung des Sozialpädagogischen Zentrums Klagenfurt

veröffentlicht am 12. Mai 2026

Zusammenfassung

Der Kärntner Landesrechnungshof überprüfte die geplante Sanierung des Sozialpädagogischen Zentrums in Klagenfurt. Er empfahl dem Land, bei Bau und Einrichtung einzusparen, vorhandene Flächen wirtschaftlich zu nutzen sowie Kosten genauer zu ermitteln.

Geplant war, im Sozialpädagogischen Zentrum die Kinderbetreuungseinrichtungen der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft (KABEG) sowie ein erweitertes Betreuungsangebot für Menschen mit Behinderung unterzubringen. Mit den Planungen für die Generalsanierung begann das Land bereits im Jahr 2020. Ein Projektstopp und offene Entscheidungen verzögerten die Umsetzung. Der Landesrechnungshof empfahl, Projekte erst nach Grundsatzentscheidungen im Detail zu planen – und danach behördliche Bewilligungen einzuholen.

Kosten deutlich gestiegen

Die vorgelegten Projektkosten lagen bei 30,43 Millionen Euro. Von 2021 bis 2025 erhöhten sie sich um rund 78 Prozent – unter anderem wegen gestiegener Baupreise, Projektänderungen und zusätzlicher baulicher Anforderungen. Der LRH reduzierte die angesetzten Kosten auf 28,43 Millionen Euro und kritisierte erhöhte Kostenansätze sowie doppelt erfasste Leistungen. Kosten von 5,15 Millionen Euro hatte das Land lediglich geschätzt.

Flächen effizient nutzen

Ein großzügiges Raumprogramm war für Kinderbetreuung und sozialpädagogischen Betreuungsangeboten vorgesehen. Dafür waren umfangreiche Abbrüche und aufwendige Umbaumaßnahmen geplant. Der LRH empfahl, die Flächennutzung besser an den grundlegenden Erfordernissen auszurichten, Synergien zu nutzen und zusätzliche Flächen zu überarbeiten. Eine optimierte Flächenplanung könnte den Bauaufwand und somit auch Kosten senken.

Einsparpotential von 1,24 Millionen Euro

Neben der Flächenoptimierung zeigte die Überprüfung weitere Einsparpotentiale in Höhe von 1,24 Millionen Euro bei Flächen, Konstruktionen, Materialien und Ausstattung. Der Bedarf für einzelne architektonische Lösungen, wie aufwendig gestaltete Verglasungen mit zusätzlichen Holzlamellen, blieb unklar. Die geplanten, maßgefertigten Einbaumöbel entsprachen außerdem nicht den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit.

Informationen

Der Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 5. Mai 2026 dem Kontrollausschuss und der Landesregierung. Somit ist der Bericht seit 12. Mai 2026 öffentlich. Dieses Projekt hatte der Landesrechnungshof als Großvorhaben gesetzlich zu überprüfen.



Zur Pressemitteilung →

geografischer Bezug

Land Kärnten

geprüfte Stelle(n)

Land Kärnten

Prüfinitiative

Gesetzesauftrag

Berichtsart

Großvorhaben