Landesalarm- und Warnzentrale
veröffentlicht am 14. Mai 2018
Zusammenfassung
In Kärnten soll eine Landesalarm- und Warnzentrale Notrufannahme, Alarmierung und Unterstützung von Einsatzkräften sowie die Warnung der Bevölkerung abwickeln. Diese Plattform vereint das Landesfeuerwehrkommando, die Berufsfeuerwehr Klagenfurt und die Hauptfeuerwache Villach. Acht weitere Bezirksalarm- und Warnzentralen sollen das Standortnetz vervollständigen.
Das Land Kärnten hat seit 1975 ein landesweites Alarm- und Warnsystem aufgebaut. Wesentliche Teile waren veraltet und es gab bereits Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung, wodurch die jährlichen Wartungskosten stiegen. Durch das Auslaufen von Wartungsverträgen Ende 2018 war ein störungsfreier Betrieb nicht mehr gesichert.
Der Kärntner Landesrechnungshof hatte die Landesalarm- und Warnzentrale als Großvorhaben zu überprüfen. Für dieses Projekt waren Kosten von 9,5 Millionen Euro geplant. Den größten Teil machten mit 6,3 Millionen Euro die technische und funktionelle Ausrüstung der Leitstellen und die funktechnischen Anlagen aus.
Die Landesregierung plante das Projekt aus dem Budget zu finanzieren. Zum Zeitpunkt der Überprüfung waren jedoch nur die Planungskosten von 396.000 Euro bedeckt. Der Großteil der Kosten musste erst mit den Budgets 2018 und 2019 sichergestellt werden. Teile der Kosten für die Leitstellen der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und der Hauptfeuerwache Villach wären von den beiden Städten zu tragen. Kooperationsvereinbarungen dafür fehlten noch.
Obwohl ab 2019 ein störungsfreier Betrieb des alten Systems nicht mehr sicher war, wurde das Projekt nicht zügig abgewickelt. Man hätte es beschleunigen können, indem man frühzeitig einen Planer für die Fachbereiche IT-Ausstattung und Nachrichtentechnik miteinbezogen hätte.
Informationen
Der Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 7. Mai 2018 dem Kontrollausschuss und der geprüften Stelle. Somit ist der Bericht seit 14. Mai 2018 öffentlich. Dieses Projekt hatte der Landesrechnungshof als Großvorhaben gesetzlich zu überprüfen.
Zur Pressemitteilung →
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