Klimaschutzmaßnahmen bei Landesgebäuden
veröffentlicht am 27. Dezember 2023
Zusammenfassung
Der Kärntner Landesrechnungshof analysierte, wie klimafit die landeseigenen Gebäude sind. Er überprüfte, ob das Land bei seinen Gebäuden Klimaschutzmaßnahmen ergriff, um den Energiebedarf und die Umweltbelastung zu verringern.
Energieausweise erstellen
Das Land hatte 253 Gebäude und nur für 90 einen Energieausweis erstellt (Stand Juli 2023). Nur 66 beheizte Gebäude verfügten über einen gültigen Energieausweis, weil 24 Energieausweise älter als zehn Jahre waren. Der Landesrechnungshof empfahl für alle beheizten Gebäude gültige Energieausweise zu erstellen. Die Energieausweise enthielten Empfehlungen, um die Energieeffizienz zu verbessern. Das Land hatte diese Empfehlungen möglichst innerhalb der Geltungsdauer der Energieausweise umzusetzen, machte das jedoch nur in geringem Maß. Wären die Gebäude energieeffizienter, hätte das positive Effekte für das Klima und auch eine Reduktion der Betriebskosten zur Folge.
Sanierungsprogramm umsetzen
Der Landesrechnungshof kritisierte, dass es kein umfassendes Programm zur energetischen Sanierung der Landesgebäude gab, sondern das Land nur einzelne Projekte dazu umsetzte. Das Land sollte ein zentrales Umsetzungskonzept erstellen, in dem neben den technischen Maßnahmen konkrete Zeithorizonte zielstrebig verfolgt werden. Bei allen Bauwerken wäre der geringstmögliche Energiebedarf der baulichen, haustechnischen und betrieblichen Komponenten in den Vordergrund zu rücken.
Erneuerbare statt fossiler Energie
Acht Objekte des Landes hatten im Juli 2023 noch eine Öl- oder Gasheizung. 105 Gebäude nutzten Fernwärme zur Beheizung. Das Land dokumentierte nicht, ob die Fernwärme frei von fossilen Brennstoffen war. Das Land sollte die Energieträger erheben. Der Landesrechnungshof empfahl, Heizsysteme mit fossilen Brennstoffen durch Systeme mit erneuerbarer Energie zu ersetzen.
Auf zehn Gebäuden hatte das Land Photovoltaikanlagen errichtet. Bestehende Photovoltaikanlagen sollten, wenn möglich, vergrößert werden. Zukünftige Anlagen sollte das Land entsprechend der Dachfläche möglichst groß und wirtschaftlich optimiert errichten.
Energiemanagementsystem empfohlen
Die Überprüfung des Landesrechnungshofs ergab viele Mängel, die einer raschen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bei Landesgebäuden entgegenstanden. Eine gesammelte Darstellung und Auswertung der energetischen Daten aller Landesgebäude fehlten und es gab keine zentrale Datenbank mit allen Liegenschaften und Gebäuden. Der Landesrechnungshof empfahl dem Land ein Energiemanagementsystem aufzubauen. Dieses sollte sowohl auf Ressourcenschonung und Klimaschutz als auch auf Kostensenkungen abzielen.
Informationen
Der Kärntner Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 20. Dezember 2023 dem Kontrollausschuss und der Landesregierung als geprüfter Stelle. Somit ist der Bericht seit 27. Dezember 2023 öffentlich.
Zur Pressemitteilung →
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