Generalsanierung der Fachberufsschule Völkermarkt
veröffentlicht am 28. April 2026
Zusammenfassung
Das Landesimmobilienmanagement plant die Generalsanierung und Erweiterung der Fachberufsschule Völkermarkt. Die Gesamtkosten betragen 25,76 Millionen Euro. Bei der Überprüfung stellte der Landesrechnungshof Optimierungspotential bei Planung und Kostenermittlung fest. Kritisiert wird unter anderem die unzureichende Standortanalyse.
Standortalternativen prüfen
Das Projekt wurde geplant ohne eine Verlegung des Standorts in vergleichbarer Tiefe zu prüfen. Zwar gab es laut einem Aktenvermerk Gespräche bezüglich einer möglichen Kooperation mit dem WIFI-Technikzentrum in Klagenfurt. Diese Standortalternative wurde jedoch nicht eingehend analysiert und damit verbundene Einsparungsmöglichkeiten nicht berechnet – obwohl laut Aktenvermerk mögliche Synergieeffekte durch eine Eingliederung identifiziert wurden.
Der Landesrechnungshof empfiehlt, potentiell kostengünstigere Standortalternativen tiefergehend zu prüfen, den erforderlichen Kostenaufwand zu berechnen und auf Basis dieser Analyse eine Standortentscheidung zu treffen.
Fehlerhafte Mengenermittlung
Bei der Überprüfung stellte der Landesrechnungshof fest, dass die Mengenermittlungen nicht auf den Bemaßungen der Ausschreibungsplanung basierten. Stattdessen ermittelte der Planer sämtliche Längen für die Mengenermittlung neu, wobei diese weniger genau als die vorhandene Bemaßung waren. Außerdem hinterlegte der Planer teilweise die Entwurfs- statt der Ausschreibungsplanung, wodurch sämtliche Änderungen nicht berücksichtigt wurden.
Weitere Kritikpunkte sind unter anderem, dass Öffnungen wie beispielsweise Türen bei der Mengenermittlung nicht abgezogen wurden und die Verfliesung in einigen Sanitärräumen des Internats um 1P,1 Meter höher angesetzt war als die tatsächliche Raumhöhe. Der Landesrechnungshof empfiehlt, für die Berechnung die bereits bestehenden Bemaßungen der Ausschreibungspläne heranzuziehen und Planbeilagen übersichtlicher darzustellen. Weiters sollten Mengenermittlungen sorgfältiger durchgeführt werden.
Informationen
Der Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 21. April 2026 dem Kontrollausschuss und der Landesregierung als geprüfter Stelle. Somit ist der Bericht seit 28. April 2026 öffentlich. Dieses Projekt hatte der Landesrechnungshof als Großvorhaben gesetzlich innerhalb einer Frist von drei Monaten zu überprüfen.
Zur Pressemitteilung →
/f/101163/3165x1102/7a0e4e9dbc/logo-blau-flagge-eingegraut.png)