Kärnten begrüßt Direktorinnen und Direktoren der österreichischen Landesrechnungshöfe

veröffentlicht am 22. Juli 2024

Einleitung

Vom 22. bis zum 23. Juli tagen die Direktorinnen und Direktoren der österreichischen Landesrechnungshöfe und des Stadtrechnungshofs Wien in Kärnten. Digitalisierung, Barrierefreiheit und Fortbildungsstrategien stehen in Klagenfurt auf der Tagesordnung.

Pressemitteilung

Heute und morgen ist Klagenfurt der Hotspot für einige der wichtigsten Personen in der öffentlichen Finanzkontrolle Österreichs.

„Es ist mir eine Ehre, die Direktorinnen und Direktoren der österreichischen Landesrechnungshöfe und den Direktor des Stadtrechnungshofs Wien bei uns in Kärnten zu begrüßen. Im Austausch lernen wir von unseren Erfahrungen und stärken miteinander die öffentliche regionale Finanzkontrolle“, sagt Kärntner Landesrechnungshofdirektor Günter Bauer.

Direktor Bauer freut sich über die Teilnahme von Direktor Heinz Drobesch (Steiermark), Direktorin Brigitte Eggler-Bargehr (Vorarlberg), Direktorin Edith Goldeband (Niederösterreich), Direktor Ludwig Hillinger (Salzburg), Direktor Rudolf Hoscher (Oberösterreich), Direktor Werner Sedlak (Wien) und Direktor René Wenk (Burgenland).

Die Gäste aus ganz Österreich heißt Landtagspräsident Reinhart Rohr am ersten Konferenztag herzlich in Klagenfurt willkommen.

„Die Landesrechnungshöfe sind wichtige Unterstützungsorgane für die Arbeit und Kontrollaufgaben der österreichischen Landtage. In Zeiten angespannter Budgets und steigendem Druck zum Sparen sind die Rechnungshöfe mit ihren Prüfungen bezüglich des effizienten und sparsamen Einsatzes von Steuergeld unverzichtbarer denn je. Gleichzeitig geben sie mit ihren Empfehlungen Verbesserungsvorschläge und identifizieren Synergiepotentiale. Der intensive Austausch im Rahmen dieses Vernetzungstreffens ist also sehr zu begrüßen, weil jede Qualitätssteigerung letztlich den Menschen in Österreich zugutekommen wird“, sagt Landtagspräsident Rohr.

Von der Digitalisierung bis zur Weiterbildung

Das Tagungsprogramm ist gut gefüllt. Gestartet wird mit dem allumfassenden Bereich der Digitalisierung: Wie können die Landesrechnungshöfe bei ihrer Tätigkeit von digitalen Möglichkeiten profitieren? Die Prüferinnen und Prüfer bilden sich in diesen Bereichen weiter und werden Expertinnen und Experten für die einzelnen Systeme. Künstliche Intelligenz soll stärker eingebunden werden, etwa bei den Prüfabläufen.

Zudem ist die digitale Barrierefreiheit ein wichtiges Thema der Konferenz. Digitale Barrierefreiheit bedeutet, dass alle Menschen unabhängig von Beeinträchtigungen digitale Inhalte nutzen können. Die Berichte der Landesrechnungshöfe sollen für alle Bürgerinnen und Bürger digital zugänglich und lesbar sein.

Weiterbildung wird in den Landesrechnungshöfen nicht nur im Bereich der Digitalisierung großgeschrieben. Die Direktorinnen und Direktoren sprechen bei der Konferenz über Fortbildungsstrategien, Wissensdatenbanken und den Universitätslehrgang Public Auditing, den alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesrechnungshöfe absolvieren.

Abschließend befassen sie sich mit EURORAI (European Organization of Regional Audit Institutions). Das Kooperationsprojekt von regionalen Einrichtungen der öffentlichen europäischen Finanzkontrolle trägt dazu bei, Fortschritte bei der Prüfung der öffentlichen Finanzen in den jeweiligen Regional- und Kommunalverwaltungen zu erzielen.

Wichtige Arbeit der Landesrechnungshöfe

Auch Landeshauptmann Peter Kaiser begrüßt die Direktorinnen und Direktoren und dankt für die gute Arbeit.

„Landesrechnungshöfe sind angesehene Institutionen mit fachlicher Expertise und hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung. Sie verkörpern sichtbar Transparenz, Kontrolle und die Sicherheit, auf einen ordentlichen Umgang mit unserem Steuergeld zu achten. Wir schätzen den Landesrechnungshof als unverzichtbares Werkzeug und Unterstützungsorgan unseres Landtags, um seinen Prüfungs- und Kontrollpflichten nachkommen zu können und Optimierungspotentiale auszuloten. Der hohe Umsetzungsgrad der Empfehlungen unseres Landesrechnungshofs in Kärnten belegt die ausgezeichnete Arbeit der Prüferinnen und Prüfer. Er zeigt auch, dass Politik und Verwaltung die Empfehlungen nicht nur rhetorisch ernst nehmen, sondern auch in der gelebten Praxis umsetzen. Als Landeshauptmann von Kärnten freut es mich, die Vertreterinnen und Vertreter der Landesrechnungshöfe in unserem Bundesland begrüßen zu können. Ich wünsche ihnen fruchtbare Diskussionen und bleibende positive Eindrücke im und vom schönsten Bundesland Österreichs“, sagt Landeshauptmann Kaiser.

Die wichtige Aufgabe der Landesrechnungshöfe betont auch Kontrollausschussvorsitzender Gernot Darmann.

„Die Arbeit der Landesrechnungshöfe ist für die politische Kontrolltätigkeit im Landtag eine große Unterstützung. Durch unsere Prüfaufträge an den Kärntner Landesrechnungshof und seine ausgezeichnete Umsetzung konnten bereits viele Umstände im Land verbessert werden“, sagt Kontrollausschussvorsitzender Darmann.

Pressefotos

Gruppenfoto Direktorinnen und Direktoren der Landesrechnungshöfe und des Stadtrechnungshofs
Gruppenfoto Direktorinnen und Direktoren der Landesrechnungshöfe und des Stadtrechnungshofs
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von links: Direktor Ludwig Hillinger (Salzburg), Direktor Heinz Drobesch (Steiermark), Direktor René Wenk (Burgenland), Direktorin Brigitte Eggler-Bargehr (Vorarlberg), Landtagspräsident Reinhart Rohr, Direktorin Edith Goldeband (Niederösterreich), Direktor Günter Bauer (Kärnten), Direktor Werner Sedlak (Wien), Direktor Rudolf Hoscher (Oberösterreich)

© LPD Kärnten/Just