Tourismusabgabe des Landes Kärnten

Im Jahr 2019 nahm das Land rund 18 Millionen Euro an Tourismusabgabe ein. Der Kärntner Landesrechnungshof hat die Tourismusabgabe des Landes überprüft. In seinem Bericht hat er 47 Empfehlungen ausgesprochen. um den Aufwand bei der Einhebung der Tourismusabgabe für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Verwaltung zu reduzieren.

Große Verwaltungsvereinfachung

64 Prozent der Abgabepflichtigen erbringen nur fünf Prozent des Gesamtaufkommens der Tourismusabgabe. Die Einführung einer Umsatz-Freigrenze, bis zu der keine Abgabenerklärung abzugeben ist, könnte daher den Verwaltungsaufwand stark reduzieren und hätte nur geringe Auswirkungen auf die Gesamteinnahmen des Landes.

Großes Einsparungspotential liegt auch in einer verpflichtenden Abgabenerklärung via Onlineformular. Derzeit werden nur 27 Prozent der Anträge online eingereicht. Die restlichen 73 Prozent müssen manuell erfasst werden. Die Anzahl der Abgabenerklärungen könnte auch um rund 20 Prozent reduziert werden, wenn man die derzeit für die Berechnung herangezogenen drei Gemeindeklassen auf eine Abgabegruppe reduziert. 

Der LRH kritisiert, dass bei der Einhebung der Tourismusabgabe ein Tätigkeitskatalog als Basis dient, der seit 1970 kaum erweitert wurde. Der Tätigkeitskatalog sollte daher überarbeitet und heute gängige Tätigkeiten beispielsweise aus der IT-Branche oder dem Berufszweig der Überlassung von Arbeitskräften mit aufgenommen werden.

Zur Pressemitteilung
Kärntner Landesrechnungshof
Kaufmanngasse 13H
9020 Klagenfurt am Wörthersee
  +43 676 83332 202
  office@lrh-ktn.at