Landesunternehmen – BABEG, KAF, KLH, KWF, Abteilung 11

veröffentlicht am 15. Oktober 2019

Zusammenfassung

Der Kärntner Landesrechnungshof hat vier Landesunternehmen und eine Abteilung des Landes überprüft. Er kritisiert hohe Marketingkosten, verhältnismäßig viele Führungspositionen und fehlende Vergleichsangebote bei Auftragsvergaben.

Auf Auftrag des Kärntner Landtags überprüfte der Landesrechnungshof folgende vier Landesunternehmen und eine Abteilung des Landes. Analysiert wurden die Aufgaben, das Personal, Rechts- und Beratungskosten sowie Marketingmaßnahmen im Zeitraum von 2013 bis Mitte 2018.

Auftragsvergaben

Die Landesunternehmen beschafften alle überprüften Rechts-, Beratungs- und Marketingleistungen via Direktvergabe. Teilweise konnte der Landesrechnungshof nicht nachvollziehen, wie die Landesunternehmen Aufträge vergaben und Vergleichsangebote fehlten zum Teil. Auffällig war, dass die Landesunternehmen oft dieselben Firmen beauftragten. Beispielsweise beauftragten drei Landesunternehmen denselben Kommunikationsdesigner aus Wien mit Projekten um fast 400.000 Euro.

Marketing

Beim Marketing kritisierte der Landesrechnungshof hohe Kosten. Beispielsweise investierte die BABEG 60.000 Euro in eine neue Website und 163.000 Euro in eine neue Standortbroschüre. Der Landesrechnungshof hinterfragte auch die Notwendigkeit einiger Marketingmaßnahmen wie beim Imagefilm der Kärntner Landesholding um 49.600 Euro, in dem kundenorientierte Themen fehlten. Der Landesrechnungshof kritisierte, dass der Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds 12.700 Euro für Geburtstagsfestschriften für zwei Vorstände und die Geburtstagsfeier eines Vorstands ausgab.

Informationen

Der Landesrechnungshof übermittelte den Bericht am 8. Oktober 2019 dem Kontrollausschuss und den geprüften Stellen. Somit ist der Bericht seit 15. Oktober 2019 öffentlich. Diese Überprüfung wurde auf Prüfauftrag des Kärntner Landtags durchgeführt.



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