Klinikum Klagenfurt - Linearbeschleuniger 4

Die KABEG plant am Klinikum Klagenfurt einen vierten Linearbeschleuniger (LINAC) zur Bestrahlung von Tumoren. Der Kärntner Landesrechnungshof (LRH) hatte dieses Projekt als Großvorhaben zu überprüfen.

Das Großvorhaben setzte sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Teil war der Austausch der drei bestehenden LINAC von 2014 bis 2018, den der LRH 2014 überprüft hat (zum Bericht) und der zweite Teil die Anschaffung des vierten LINAC.

Mehr Patienten behandeln

Mit dem vierten LINAC können deutlich mehr Patienten behandelt werden. Das Institut für Strahlentherapie und Radioonkologie am Klinikum Klagenfurt schätzte den Bedarf für Strahlentherapien in Kärnten auf 1.950 bis 2.000 Patienten pro Jahr.  Im Jahr 2018 bestrahlte das Klinikum mit drei LINAC 1.380 Patienten. 2019 erhöhte das Klinikum die Betriebszeiten der LINAC von 28 auf 32 Stunden pro Tag. Mit dem vierten LINAC will die KABEG die Betriebszeiten ab 2021 auf 39 Stunden pro Tag erhöhen. Damit könnten 2.050 Patienten pro Jahr behandelt werden, was eine Steigerung um 26 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 bedeuten würde.

Umbau beschränken

Die KABEG reichte das Projekt mit Kosten von 4,5 Millionen Euro beim LRH ein. Dabei will die KABEG neben der Anschaffung des LINAC auch das dazugehörige Gebäude des Instituts für Strahlentherapie und Radioonkologie  umbauen. Das Gebäude soll jedoch nur mehr für sieben Jahre genutzt werden, weil das Institut dann in das geplante onkologische Zentrum übersiedeln soll. Trotzdem plante die KABEG umfangreiche Sanierungen wie Raumheizungen, Lüftungen und sanitäre Einrichtungen umzubauen. Der LRH empfiehlt die Maßnahmen auf ein notwendiges Mindestmaß für einen Betrieb von weiteren sieben Jahren zu reduzieren.

Zur Pressemitteilung

Kärntner Landesrechnungshof
Kaufmanngasse 13H
9020 Klagenfurt am Wörthersee
  +43 676 83332 202
  office@lrh-ktn.at